Foto: Johann Krivda

 

 

 

 

 

1945

 

erinnern

 

 
Die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs sind unübersehbar, das Ausmaß der Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes wird immer deutlicher sichtbar. Alle, die überlebt haben, bekommen noch lange die Folgen zu spüren: Verluste, Zerstörungen, Trennungen. Eine Zeit der raschen Ortswechsel und der flüchtigen Begegnungen mit fremden Menschen – Erfahrungen von ungeahnter Solidarität, aber auch von Missgunst, Rücksichtslosigkeit und Brutalität. Eine Zeit des Ausnahmezustands, die fast für jeden Menschen Situationen und Erlebnisse mit sich brachte, die nach allgemeinem Verständnis eigentlich „unbeschreiblich“ sind ...

 
Wir möchten Österreicherinnen und Österreicher anregen, über ihre Erfahrungen in der Zeit vor und nach 1945 nachzudenken und einiges vom damals Erlebten zu Papier zu bringen. Ansprechen möchten wir vor allem jene Menschen, die ihre eigenen Erfahrungen in den Medienberichten rund um das „Jubiläumsjahr“ 2005 – egal, in welcher Hinsicht – nicht ausreichend vertreten sehen.

Anregungen dazu finden sich in dem beigefügten Schreibaufruf wie auch in der Broschüre „1945 erinnern“ mit ausgewählten persönlichen Erfahrungsberichten aus unserem lebensgeschichtlichen Archiv. Die Textsammlung soll Älteren dabei behilflich sein, eigene Eindrücke und Erlebnisse aus dieser Zeit reflektierend einzuordnen, und Jüngeren ein anschaulicheres Bild von den damaligen Geschehnissen und der Vielfalt der subjektiven Erlebnis- und Verarbeitungsweisen unter Angehörigen der Eltern- und Großelterngeneration bieten.

 

Auch wenn Sie selbst bereits Aufzeichnungen über diese Zeit (oder andere Lebensabschnitte) gemacht haben, so nehmen Sie doch bitte mit uns Verbindung auf.



Kontakt:

Dr. Gert Dressel, Mag. Günter Müller

Institut f. Wirtschafts- u. Sozialgeschichte, Universität Wien

„Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“

Universitätsring 1, 1010 Wien

Tel.: 01/4277-41306

e-mail: Lebensgeschichten@univie.ac.at


Ein Projekt der „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ http://wirtschaftsgeschichte.univie.ac.at/vereine/doku/ am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien in Zusammenarbeit mit Radio Ö1 http://oe1.orf.at/ dem Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Linz, der Abteilung Kultur- und Wissenschaftsanalyse der Wiener IFF (Universität Klagenfurt) sowie dem Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung in St. Pölten