Peter Feldbauer

 

 

   Geboren am 2. Februar 1945 als Sohn  von Franz und Maria Feldbauer in Thomasroith, Gemeinde Ottnang am Hausruck, Oberösterreich, Jugend und  fünfklassige Volksschule in Thomasroith. Seit dem Schuljahr 1956/57 Besuch des Bundesrealgymnasiums Vöcklabruck (Matura am 1. Juni 1964). Im Wintersemester 1964/65 Immatrikulation an der Universität Wien und Inskription der Fächer Germanistik und Geschichte; ab dem 5. Semester Spezialisierung auf Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

 

Seit 1970 Assistent, seit 1977 Dozent, seit 1997 außerordentlicher Professor am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. 1971 und 1974 DAAD bzw. Humboldt- Stipendium in München, 1980 viermonatige Forschungstätigkeit in Paris, 1988 sechs Monate in México D.F., seit 1992 Lehrtätigkeit am Centre Universitaire de Luxembourg bzw. der Université du Luxembourg.

 

Arbeitsschwerpunkte zur Verfassungs- und Sozialgeschichte des spätmittelalterlichen Österreich; Wirtschafts- und Sozialgeschichte Wiens im 19. Jahrhundert (Wohnungsfrage, Jugendfürsorge); Europäische Expansion und überseeische Entwicklung im Zeitalter des Imperialismus. Seit Mitte der 80er Jahre Spezialisierung auf die Themenschwerpunkte Vorstufen und Anfänge der Europäischen Expansion 10.-16. Jahrhundert (besonders Italiens Rolle im Mittelmeerraum und am Atlantik; Islamische Welt - ein Frühfall von Unterentwicklung; Portugal in Asien); Weltwirtschaftskrise in Mexiko (1929/34); Mega-Städte im kapitalistischen Zentrum und in den Ländern der Peripherie (besonders México D.F. und Ostasiens boomende Megastädte: Hongkong -Singapur -Shanghai).

 

Seit 1990 regelmäßige Organisation von Ringvorlesungen zur Geschichte Außereuropas an den Universitäten Wien und Graz. In Zusammenhang damit Gründung der Buchreihen "Historische Sozialkunde", "Edition Weltregionen", "Querschnitte", "Expansion. Interaktion. Akkulturation", sowie „Globalgeschichte und Entwicklungspolitik“. Als geschäftsführender Herausgeber Betreuung von etwa 50 Bänden in diesen Reihen.

 

Ab 2006 Rückzug aus den bereits zur Routine gewordenen Reihen „Historische Sozialkunde“, „Edition Weltregionen“ und „Querschnitte“. Konzentration auf den Ausbau der innovativen Serie „Expansion. Interaktion. Akkulturation“. Mitarbeit bei der Gründung der Buchreihe „Mittelmeerstudien“ durch Gottfried Liedl sowie neues Engagement als Reihenherausgeber der MAGNUS - Globalgeschichte in acht Bänden – zusammen mit Bernd Hausberger. Weiters ab 2007 Betreuer der Serie "magnusglobal“, ebenfalls beim MAGNUS – Verlag, deren erste Bände („Ernährung“ und „Migration“) bereits erschienen sind.